Erneuter Sieg bei den int. deutschen Feuerwehrmeisterschaften im Mountainbike-Marathon

Am vergangenen Wochenende fand im Rahmen des. 14. Black Forest Ultrabike Marathons in Kirchzarten, die 3. int. deutsche Feuerwehrmeisterschaft im Mountainbike Marathon statt. Diese Meisterschaft findet alle zwei Jahre statt, 2009 konnte ich bereits den Titel für mich entscheiden. Man startet zusammen mit den restlichen ca. 1500 Marathonfahrern über die 78km und 2100Hm und wird auch in der normalen Wertung gewertet.

Als ich eine Stunde vor dem Rennen in Kirchzarten an kam, machte ich mir nur wenige Gedanken um die Kleiderfrage, denn es hatte ca. 15 Grad und ich rechnete damit, dass es den Tag über noch wärmer werden würde, auch im Hochschwarzwald oben, also fuhr ich mit kurzem Trikot und kurzer Hose – eine Stunde später sollte ich jedoch eines besseren belehrt werden.

Nach dem Startschuss setzte ich mich mit Markus Rüttgers (Vize-Meister 2009) zusammen an die Spitze des Blocks. Bis an den Anfang der ersten langen Steigung auf den Hinterwaldkopf fuhren wir zusammen, der Einstieg in diesen Anstieg ist eine sehr steile Teerstraße, schon dort merkte ich, dass ich ein höheres Tempo fahren kann und somit setzte ich mich schon dort etwas ab.

Ich fühlte mich an diesem Anstieg sehr wohl, ich fuhr nie voll am Limit und kam trotzdem recht schnell vorwärts. Es ging nicht lange und ich überholte den momentan noch Führenden der Feuerwehrwertung, der im ersten Startblock der Lizenzfahrer, die ca. 30 Sekunden eher gestartet waren. In Hinterzarten änderte sich mit einem Schlag die Lage, es fing auf einmal an wie aus Kübeln zu Regnen und es wurde bitterlich kalt. Ich musste sehr aufpassen, dass ich Philipp erkenne, der mir eine neue Trinkflasche reichte. Um den Titisee herum fing es zusätzlich an stark zu winden und es regnete noch immer stark. Ich wahr froh als ich am kleinen Anstieg Richtung Bärental angekommen war, ich fuhr kleinere Gänge bergauf und hoffte, dass mir wärmer wird. Ich fuhr wie in Trance und ich versuchte mir positive Gedanken in den Kopf zu setzen, die mich vom Zustand meines Körpers ablenkten. Das Wetter hatte meinem Körper so zugesetzt, dass ich kaum mehr schalten konnte, den Lockouthebel der Gabel konnte ich nur noch mit der ganzen Hand betätigen. Ab sofort hatte ich nur noch meine Freundin Lena im Kopf, die vor dem Rennen zu mir sagte, dass ich auf jeden Fall in Oberried an ihr vorbeifahren muss!

Nach dem längeren Anstieg auf den Rinken ging es dann wieder einigermaßen, mein Körper hatte sich wieder gefangen und meine Hände konnten auch wieder normal schalten. Nach der schnellen Abfahrt nach Oberried bekam ich dann am letzten etwas längeren Anstieg die lang ersehnte Cola von Lena, ab hier gings mir wieder sehr gut und ich konnte den Anstieg zügig hochfahren, hier sieht man auch weit zurück und ich sah, dass kein weiterer Fahrer der Feuerwehrmeisterschaft hinter mir war, somit bin ich die restlichen 4 Km bis ins Ziel ohne Risiko gefahren und war nach 3h31min27sek im Ziel. Im Gesamtklassement belegte ich den 25. Platz Overall und den 13. Platz in der Altersklasse Herren.

Letztes Jahr war ich 10 Minuten eher im Ziel, letztenendes kann ich sagen, dass ich den Umständen wegen nie mit letzter Konsequenz gefahren bin, wäre ich besser auf das Wetter eingestellt gewesen, wäre es sicher noch etwas schneller gegangen. Ich wollte einfach nur diese Feuerwehrmeisterschaft ins Trockene retten, die Platzierung im Gesamtklassement war mir egal.

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>> Ergebnisse Normale Wertung

>> Bericht der Badischen Zeitung